Wikowicowska-Haus in Krakau
Das Wikowicowska-Haus, auch als Lanier-Haus bekannt, ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Grodzka-Straße 29 in der Krakauer Altstadt. Es wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts an der Stelle eines eingeebneten Wehrwalls von Okół errichtet. Ursprünglich einräumig, wurde es im 15. Jahrhundert zu einem typischen Krakauer Mietshaus mit einem Maciuch über dem Durchgang ausgebaut. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erfolgte ein barocker Umbau, von dem ein Portal, drei steinerne Pfeiler zwischen den Fenstern (einer mit dem Meisterzeichen des Goldschmieds D. Kniper) und eine polychrome Balkendecke erhalten sind. Von 1628 bis 1665 gehörte das Haus der Familie Lanier; der Name Wikowicowska tauchte erstmals 1720 in Quellen auf. Das Gebäude brannte beim großen Brand von Krakau im Jahr 1850 nieder und wurde 1856 nach einem Entwurf von Ignacy Hercok wiederaufgebaut, wobei es eine klassizistische Fassade und ein drittes Stockwerk erhielt. Im Inneren wurde der aus der Ikonografie bekannte Lindquist-Salon mit barocker Ausstattung gestaltet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befanden sich hier ein Juweliergeschäft von Wilhelm Krengel und der Sitz der Lebensversicherungsgesellschaft „Resham“. 1908 ereignete sich ein Raubüberfall auf das Juweliergeschäft, der in der Stadtpresse für Aufsehen sorgte. Seit 1910 ist das Haus in städtischem Besitz. 1966 wurde es in das Denkmalregister aufgenommen. Heute ist es ein wertvolles Beispiel mittelalterlicher Architektur, die im Laufe der Jahrhunderte umgestaltet wurde und die Geschichte Krakaus widerspiegelt.
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Aktualisiert: 3. September 2026
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